Grundgesetz

QUOD LICET IOVI, NON LICET BOVI - WAS JUPITER ERLAUBT IST, IST DEM OCHSEN NICHT ERLAUBT!

ALSO SEIEN SIE VORSICHTIG, WENN SIE NICHT POLITIKER, PARTEIMITGLIED, JURIST, PROMINENTER ODER SONST IRGENDWIE PRIVILIGIERTER SIND!

Dabei sagt der Artikel 3 des GRUNDGESETZES für die Bundesrepublik etwas ganz anderes:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden

SIND WIR WIRKLICH ALLE GLEICH?

In Amerika sagt man: “We are all snowflakes”. Dies mag in gewisser Weise richtig sein, aber werden wir auch vor dem Gesetz so behandelt? Jeder von uns hat doch schon einmal eine andere Erfahrung gemacht, im positiven wie im negativen Sinne.

WAS SAGT JUSTITIA (REIN THEORETISCH) DAZU?

Justitia trägt - in traditioneller Darstellung - in der linken Hand eine Waage, in der rechten ein Schwert. Sie “erwägt” das Recht, aber - das symbolisiert ihre Augenbinde - mit dem Blick nach innen. Herz und Verstand, nicht der äußere Schein, vermitteln der Juristin und dem Juristen die Erkenntnis, wo das Recht “überwiegt”. Justitias Schwert verdeutlicht, daß alles Recht untrennbar mit Macht verbunden ist. Juristin oder Jurist sein heißt darum auch: für das Recht eintreten wo es gefährdet ist oder unterdrückt wird, neues Recht erfinden, wo bestehendes versagt. Innerlich “wägen” und äußerlich etwas “wagen”, das sind die Anforderungen an die Juristin und den Juristen heute. Leider haben das einige von ihnen vergessen!